Ubuntu 10.04 Test und 9.10 fürs Grobe

Nachdem es sich wieder einmal begab, dass meine Ramme (mein Arbeitsplatz Phenom 965 BE / 8G / 4T Platte) mit Windows 7 x64 völlig unerwartet die Grätsche machte, war es auch auf dieser Maschine Zeit für Linux. Da der Rechner so schön frei war und auch in der Festplattenkonfiguration in völlig neuem Glanz erstrahlte, folgte ein kurzer Test mit Lucid Lynx.

Installation verlief erfolgreich und sehr zügig, eigentlich alle wichtigen Bestandteile des Systems wurden problemlos erkannt. Kurz und gut: Ein voller Erfolg. Es war nur eine Kleinigkeit, die mich dann doch zwang, auf meinem Rechner, der eigentlich nur für Windows, Entwicklung und Datenbanken gedacht war, ein Karmic zu installieren. 3D für ATI war noch nicht verfügbar, für Nvidia schon. Schade eigentlich, aber was soll man machen. Auf mein Eye-Candy bestehe ich. Noch ein paar kleine Tests gefahren, eine komplette Umgebung mit allem Drum und Dran eingerichtet, ein paar mal gebootet und ich war echt überrascht und begeistert. Echt schnell, der Luchs.

Nach diesen, doch sehr schönen, Erfahrungen habe ich mich aber entschieden, bis zum Erscheinen der Stable zu warten. Ich weiss, daß für mein System eigentlich eine 64bittige Version von Karmic angeagt wäre, habe aber dann doch die i386 genommen. X64 kommt mit Lynx und einem funktionierendem ATI-Treiber. Bis dahin sehe ich keinen Grund, weiterhin X64 Beta-Tester zu spielen, das Thema hatte ich schon, als Produktivsystem warte ich dann doch lieber. Und 2G pro Prozess sollten eigentlich auch ausreichen…

<ironie> Muss man sich zwar stark anstrengen, darunter zu bleiben, aber was solls…</ironie>

Was mir bei der Installation der Ramme aufgefallen ist, soll aber auch nicht verschwiegen werden. Im Gegensatz zu meinem Server, der jetzt seit 2 Monaten friedlich vor sich hin werkelt, hatte ich bei der Ramme doch einige Probleme mit der Einrichtung. Nach der Grundinstallation ohne Programminstallationen meinerseits funktionierte der Firefox nicht und war auch durch gutes Zureden nicht zum funktionieren zu bewegen. Erst das Löschen des Verzeichnisses /home/user/.firefox brachte ein fast normal funktionierenden Firefox zurück. Es ist schon blöd, wenn man beim Einrichten nicht nach einem auftretenden Problem googlen kann. Installation von Midori brachte hier eine kurzfristig Abhilfe. Irgendwie scheint es auch so, dass das Drucksystem im Laufe der Entwicklung einen Schlag mitbekommen hat. Drucken lernte meine Ramme auch erst wieder nach reichlich googlen. Jetz steht nur noch eines offen: Das Einspielen des ATI-Fixes, das hackeln der Fenster bei Größenveränderungen nervt doch gewaltig, obwohl auf einer 4890 der Fehler deutlich weniger lange dauert als auf einer ATI Mobile Radeon 3650. Es nervt einfach und gehört den Jungens bei AMD/ATI eigentlich gehörig um die Ohren geschlagen. Wer jetzt an dem Bug schuld hat, interessiert mich eigentlich nicht wirklich, ob die Lösung so besonders sauber ist, eigentlich auch nicht, es nervt mich nur einigermassen ab, dass mein Server mit einer OnBord G43 ohne Patch wesentlich flüssiger läuft, als mein eigentlicher Arbeitsplatz mit eingebautem Grafik-Monster. Wen’s interessiert, den Beitrag und den Fix findet man hier!

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