Installiere nie MoinMoin aus dem debian-Repository

… ausser Du willst nur minimale Grundfunktionalitäten von MoinMoin nutzen. In diesem Fall kannst Du aber eine nachvollziehbare Installation voll vergessen.
Der in meinen Augen richtige Weg: Man ziehe sich die aktuelle stable als Tarball, packe den aus und schiebe die Einzelteile an die Stelle, wo man sie wirklich haben möchte.

Der Grund für diese Handlungsweise: Manchmal möchte ich ein wenig spielen, ohne mir gleich fürchterlich ins Knie zu schießen. Dabei helfen mir die debian-Maintainer mit ihren leicht verschrobenen Ideen eines python-Paketes nicht wirklich. Es ist natürlich schick, wenn man eine Installation mit apt-get update und apt-get upgrade einfach mal auf den neuesten stand ziehen kann. Genau das will ich aber nicht. Ich möchte auch garantiert keine gemeinsame Codebasis für mehrere Wikis, wohlmöglich noch für mehrere Kunden auf einem Webserver haben: Der Grund – schrotte ich eine Basis, schrotte ich alle. Das kann so nicht sein.

Abhängig vom Aufwand, den installierten Modulen und eventueller Individualprogrammierung möchte ich ein automatisches Update noch viel weniger. Da hilft dann nur noch Handarbeit. Diese habe ich soeben erfolgreich eingesetzt. Irgendwann am morgigen Tag wird da auch eine Installationsanleitung draus, die man sich in eben jenem Wiki anschauen kann. Zwar nicht vollständig, aber doch funktionierend eingesetzt.

Ein zweiter Grund für die Ablehnung von debian-Paketen im Zusammenhang mit Webprojekten ist die debiantypische Handhabung von Komponenten – Es kann nicht sein, dass der debian-eigene FCKEditor total veraltet ist. Damit kann und will ich nicht arbeiten. Als schlechten Witz empfinde ich auch die Tatsache, dass Standard-Moin-Plugins einfach nicht mitgeliefert werden, da nicht gepackt. (TWikiDraw und AnyWikiDraw) Netterweise findet man in den jeweiligen Pluginverzeichnissen jede Menge ungenutzten Platz und den lapidaren Hinweis, das die Dinger nicht gepackt wären. Danke, das war schon aufgefallen!

Auf die absolut kranke, aber debian-typische Packweise, dass ein Paket wichtige Teile nur über verkettete Verlinkungen errreicht, rege ich mich schon gar nicht mehr auf. Auf jeden Fall habe ich heute wieder einmal gelernt, wie man Pakete nicht packt, wenn das dahinterliegende Programm noch wartbar sein soll. – Ein im Webbereich vielleicht nicht ganz unwichtiges Argument.

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