Hosting bei Strato

Meine Webseiten hoste ich momentan komplett bei Strato. Das ist der Tribut an die Vergangenheit, den ich gerne zahle. So ganz durchsichtig ist mir die Produktstrategie bei Strato manchmal zwar nicht, aber stressfreie Alterativen sind auch selten. Immer wenn ich in Blogs und Foren über Vor- und Nachteile bestimmter Provider lese, könnte ich nach spätestens 20 min anfangen zu kotzen. Entschuldigung, das ist so. Die meisten Leute, die sich in Foren über bestimmte Provider äußern, scheinen der deutschen Sprache nicht mächtig zu sein. Von einer weiterführenden Ausbildung im Bereich Mathematik (Algebra Grundkurs und Logik) mal ganz abgesehen. Der wirtschaftliche Hintergrund der meisten dieser Schreihälse ist mir unklar. Natürlich ist es geil, möglichst viel Optionen, Leistung und Streicheleinheiten auf dem Papier zu bekommen. Wenn man aber betrachtet, was man für einen Preis X bei Strato oder anderen Providern bekommt, kann man ganz beruhigt zur Tagesordnung übergehen. Service kostet halt Geld. Und dass ich bei Verträgen der Art “Ich bin zwar nicht geil, aber geizig!” irgendwann, meist früher als erwartet, starke Probleme kriegen werde, sollte auch klar sein. Das ich mit diesen Verträgen auch nicht unbedingt zur umworbenen Gruppe der Premium-Kunden zähle, erschließt sich dem normalen Menschen schon aus der Bezeichnung des Vertrages. Wenn ich billigste Pommes bestelle, erwarte ich auch kein 10-Gänge-Menü mit persöhnlichem Kellner und Sommelier. (Wenn ich das erwarte, habe ich einfach einen Schuss und sollte mich dringenst in psychologische Beratung begeben – die könnte helfen, bevor Schlimmeres passiert und sich diese Wahrnehmungsstörungen ausweiten.)

Wenn sich die jährlichen Kosten eines Hosting-Vertrages zwischen mies und o.k. allenfalls im Wert eines schönen Abends im Städtchen unterscheiden, muss man halt Prioritäten setzen. Obwohl ich bei kleineren Problemen den Support von Strato schon des Öfteren hätte auf den Mond schiessen können, bleibt als Fazit: So schlecht sind die gar nicht. Meist sind die sogar richtig gut und werden immer besser. Mit ein wenig mehr Wissen über die Materie findet man bestimmt auch Provider, die zwar nicht unbedingt billiger, die in speziellen Fällen besser zu den eigenen Bedürfnissen passen können, aber das ist ein sehr weites Feld.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle noch was über VServer schreiben – das muss leider entfallen, da ich bei Strato keinen VServer gefunden habe, der wirklich zu mir gepasst hat. Das ist in diesem Fall kein Fehler von Strato 😉 Die dedizierte Kiste, die wir gemietet haben, ist in meinen Augen eigentlich jenseits von Gut und Böse. Vor allem ist sie so günstig, dass das Thema VServer ohne jegliche weitere Diskussion ersatzlos von der Tagesordnung gestrichen wurde. Wenn man dann weiss, was man tut und bereit ist, einen minimalen Mehraufwand an Verwaltung auf sich zu nehmen, dann wird man feststellen, dass der eigene dedizierte Server oftmals die bessere Wahl ist. Der eigentliche Knackpunkt ist in diesem Fall eigentlich nur noch das Fachwissen, dieses Gerät dauerhaft sicher und aktuell zu betreiben. Das sollte man schon vorher geübt haben, eine entsprechende Ausbildung könnte auch helfen. Der bösartige Spruch am Ende des Artikels darf nicht fehlen: Der eigene dedizierte Server ist nichts für Anfänger. Nur weil man auf dem eigenen Desktop eine Linux-CD aus der Computer-Bild fehlerfrei richtig herum in das Laufwerk einlegen kann, ist man noch kein Adminstrator. Dazu gehört ein wenig mehr, aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte.

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