Umkonfiguration Ramme

Nachdem ich mich längere Zeit seelisch und moralisch auf die vor mir liegende Umstellung vorbereitet hatte, ging es heute zur Sache. Meine Ramme musste zuerst “dran glauben”. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an die Firma Gigabyte, die mir mit einem MA790FXT-UDP5 unvergessliche Stunden bescherte. Ich weiss nicht, wer sich das ausgedacht hat, aber derjenige, der bei Miniweich oder Gigabyte verbockt hat, dass man auf ein stinknormales Raid 0 am verbauten internen Raid-Controller nicht installieren kann, weil man die Platten auf keinen Fall formatiert bekommt, gehört erschlagen, nachdem man ihn vorher nackt von vielen hungrigen Hunden durch die Stadt jagen liess. Erstaunlicherweise hatte Ubuntu mit dieser Konfiguration überhaupt kein Problem.
Es gibt Fälle, in denen bin ich froh, dass mein Schirm, anders als mein Notebook, keine eingebaute Kamera hat. Ich hätte sonst auf die dumme Idee kommen können, ich sei im Fernsehen bei “Verstehen Sie Spass”. Das wäre ja nicht schlimm, aber Kurt Felix oder Paola in der Wohnung???? Ok, ist einige Jahre her. Das Problem habe ich dann auf die mir eigene charmante Art und Weise gelöst: Installation auf Laptop -> auf eine eSata-Platte! Danach Backup mit Acronis Home 2010. Diese Investition hat sich gelohnt, obwohl auch Acronis noch Macken hat. Booten über Acronis und ab mit dem Backup auf das leere Raid 0; Geile Sache das, ist schneller als eine normale Installation, die geänderte Hardware im Unterschied zum Laptop hat wurde von Windows 7 auch gnadenlos ausgetauschet. “Nur” 2 x BSOD! Die waren aber nach dem Aufspielen der Gigabyte-Treiber und den Windows-Updates auch Geschichte! Rein aus Jux und Tollerei habe ich dann die Installation wiederholt: Installation an meinem Grossen auf eSata am 750er, Backup, Restore aufs Raid, aktualisieren, Datensicherung. So eine Datensicherung eines frischen, fertig installierten Systems bei Bedarf einspielen zu können, hat mich immer schon gereizt. Bis heute allerdings weis ich nicht, warum Windows 7 mein leeres Raid 0 zwar erkannt, aber als gültiges Laufwerk abgelehnt hat. Die 2 TB-Hürde ist mir auch bekannt, ich hab aber nur 1,9 TB !

Eine wesentliche Sache ist in diesem Zusammenhang beihnahe untergegangen! Es ist das erste Mal in meinem Leben passiert, dass eine Linux-Installation auf einem System wesentlich einfacher und bequemer war, als eine Windows-Installation. Und das bei brandneuer Hardware. Danke Ubuntu.

Für mich sehen diese Probleme aber wirklich so aus, als ob das Hauptproblem die verbaute Hardware war, das MA790FXT-UDP5 ist zwar ein geiles Stück Hardware, das ich auch jedes mal wieder kaufen würde, wenn ich den Bedarf nach so viel Hardware hätte, wie für diesen Rechner, die Ausstattungsliste is so was von vollständig, daß mir wirklich nichts mehr einfällt, was man noch auf ein Bord schrauben könnte (10x Sata in 6x 1. Controller, 4x 2. Controller, unendlich USB, IDE, Floppy, parallel, seriell …)  Leider hat das scheinbar dazu geführt, daß das BIOS da noch nicht so recht mithalten kann und noch gewisse Instabilitäten auftreten. Mit der F8C läuft es jetzt relativ stabil unter Windows, unter Linux gab es auch mit den andern Bios-Versionen keine Probleme. Wahrscheinlich ist aber, dass aus meinem Rechenknecht mit 6 TB Platte, 2 TB Sicherung, 965BE 16G Ram beim nächsten Mal 2 Rechner mit spezialisierteren Bords mit nicht so verschwenderischer Ausstattung werden. Dann fällt auch das Umbooten zwischen Linux und Windows weg. Ich brauchte halt ein wenig Platz für ein paar Datenbanken und ein paar virtuelle Maschinen.

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