FCKeditor, die Zweite

Bisher hat es noch kein einzelnes Programm geschafft, mich in den Wahnsinn zu treiben. Dazu waren bisher immer mehrere nötig. Diese Zeiten sind vorbei: FCKeditor und HTMLArea sind da.

Die Grundfunktionalitäten sind ja in Ordnung bis schwer in Ordnung, auch wenn sich mir einige Sachen  erst im 2. oder 3. Anlauf erschließen. Was mir aber auf jeden Fall ein Rätsel bleibt, ist der Umstand, daß bei der Kombination von eigentlich harmlosen Funktionalitäten immer wieder der größtmögliche Schwachsinn herauskommt.

Die Zutaten sind einfach: Man nehme eine Unterstreichung und einmal fett: Das Gebräu ist ungenießbar, für mich jedenfalls. Generationen von HTML-“Programmierern” war es ein Rätsel, wann <b>, wann <strong>, wann <i>, wann <em>. FCKeditor und HTMLarea bringen den Flame-War zum erliegen und finden eine richtige Lösung, ein für alle Mal. Eine Lösung für die Ewigkeit. Aber nicht für mich. Ich fühle mich einfach nur verarscht, wenn ich auf F wie fett drücke, aber nicht <b> sonder <strong> im HTML-Text stehen habe. Ich will nicht schreien, ich will wirklich nur was in fett da stehen haben. Wenn ich auf Kursiv drücke, dann will ich im allgemeinen was kursiv schreiben, es aber nicht unbedingt betonen. Für mich bestehen da gewisse Unterschiede in der Wertigkeit. Erstaunlicherweise sind viele Leute der selben Meinung, unter anderem hier:

Many of you know that I keep my nose buried at the W3C almost daily. While reading through the wealth of information available, you find little bits and pieces that really make it all gel. You also find links to various resources that lead you to other resources, etc. While browsing through some of those resources, I came across a very heated debate concerning the use and misuse of presentation markup and structure markup. Mainly, the use of italics, bold, emphasis and strong emphasis. After reading for hours through the various interpretations of the guidelines, I ended up at the WAI (Web Accessibility Initiative) which in my mind would be the authoritative resource on the use of these elements. I also spend a lot of time there too. 😉 How do you interpret the use of these elements? Here is my perception based on the debates I’ve been reading… <i> – Strictly a presentational element. If you want text to be italicized and not have any real semantic meaning, then wrap it in <i></i>. <b> – Strictly a presentational element. If you want text to be bold and not have any real semantic meaning, then wrap it in <b></b>. <em> – Strictly a structure element. If you want text to be spoken with emphasis using a speech reader, then wrap it in <em></em>. <strong> – Strictly a structure element. If you want text to be spoken with strong emphasis using a speech reader, then wrap it in <strong></strong>. Now, doesn’t it make sense that we would use all four elements in presenting both visual and structural design? Am I confused? 🙂 [edited by: pageoneresults at 8:11 pm (utc) on Dec. 27, 2004]

http://www.webmasterworld.com/forum21/9344.htm

So will ich das haben, so hat das zu sein. Alles andere finde ich nicht so toll. Und dafür Buttons haben. BTW: Diese Schriftverwirrung bleibt jetzt, ich habe die Schnauze für heute voll. nicht, daß HTMLarea Fett und Kursiv falsch macht, es fehlt auch die voreingestellte Möglichkeit einer Zitation auf Knopfdruck. So ich das schreibe, sind meine Formatierungen am abkacken und ich werde sehen, wie das Zeug beim Veröffentlichen aussieht. Aus diesen jenigen Gründen habe ich mich eigentlich von WordPress verabschiedet. (Nicht nur) Es nervt!

 

EDIT 2010-03-11:

Mit diesem Artikel und der ach so problemlosen Arbeit mit Serendipity begann der Untergang von S9y. Ich habe dann noch versucht, einen CKEditor in S9y zu integrieren, bin daran aber gescheitert, da Herr G.H. meint, alles wäre wunderbar, eine Uralt-Version von FCKEditor sei ja verfügbar und er habe keinen Bock, Editoren weiterzuentwickeln. Na ja, wenn schon nicht Editoren, wie wärs denn mit dem eigenen Produkt, da gibts genug zu tun. Aber dazu kommt Herr H. vor lauter Support als fast Einzelkämpfer nicht. Eigentlich schade ums Produkt. Aber man kann in einem solchen Fall ja WordPress aus der Tonne holen, angefangene Artikel mit seinem Lieblingseditor beenden und ein Stück weit glücklicher werden.

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