ATI-Bug und Fix

Proprietär hin oder her: Manchmal ist Closed Source der einzige Weg, ordentliche Leistung aus seiner Hardware herauszuholen. Das ist leider auch bei ATI-Karten so. Ärgerlich wird es dann, wenn Hersteller die eigenen Treiber für Linux mehr als ein wenig stiefmütterlich behandeln. ATI ist leider so eine Firma. Die Hardware ist ja immer wieder toll und im Windows-Bereich für mich auch die erste Wahl. ‘tschuldigung, ist halt so, bei nvidia nervt mich einfach die Lautstärke bei High-End-Karten, da hab ich lieber ein paar Frames weniger, aber meine Ruhe. Unter Linux stellt sich die Sache ein wenig anders dar: ATI geht mir tierisch auf den Zeiger. Seit Jahren wird die Linux-Entwicklung total verpennt. Ist eigentlich auch nicht tragisch für einen Computer-Neueinsteiger, dann wird halt kein AMD/ATI gekauft. Wenn ich Linux einsetzen will, gleichzeitig aber auch Windows für Datenbanken, Warenwirtschaft, Grafik und vor allem zum Zocken brauche, die High-End-Hardware schon längst gekauft und im Einsatz ist und die flüssige Benutzung von Linux an einer Karte scheitert, dann bekomme ich das Kotzen. Nochmal ganz deutlich: Hätte ich 2 Monate vorher gewusst, dass ich Linux einsetzen würde, hätte ich ATI auf keinen Fall gekauft.  

Zum Glück gibt es auch hier wieder Menschen, die sich, anders als milliardenschwere Firmen, denen das Wohl und die Nöte der Käufer ihrer unausgereiften Produkte scheinbar scheißegal sind, um die Besitzer solch verkrüppelter Hardware kümmern. Einer davon agiert unter k0ekk0ek auf Launchpad, und das recht erfolgreich. Da ich nicht der einzige bin, der seit Jahr und Tag von Freezes beim Vergrößern und Verkleinern von Fenstern in Ubuntu betroffen bin, fand ich irgendwann diese Lösung für mein Problem. Google ist dein Freund.

Einsatz:

Die PPA’s in die Paketquellen einbinden:

  • deb http://ppa.launchpad.net/k0ekk0ek/ppa/ubuntu” karmic main
    deb-src http://ppa.launchpad.net/k0ekk0ek/ppa/ubuntu karmic main
  • Paketliste aktualisieren
  • Paketverwaltung
    xserver-xorg-core auswählen
  • Paket Version erzwingen: +backclear1
  • Version sperren
  • Anwenden
  • Neustarten
  • Glücklich sein…

Klasse Leistung eines Einzelnen. Es stellt sich aber die Frage, ob solche Einzelleistungen notwendig sein müssen, wenn der Hersteller ordentlich arbeiten würde.

Ob nun Windows oder Linux: Ich finde es eigentlich beschämend, dass vernünftige, halbwegs fehlerfreie und performante Treiber erst am Ende der Produkt-Lebensdauer auftauchen. Es stellt sich für mich so dar, dass ein stabiler Treiber erst verfügbar ist, wenn bereits das Nachfolgeprodukt dessen, was man gekauft hat, am Start ist. Natürlich wieder mit den selben Macken. Irgendwie beschossen.

PS: Meine 4890 ist ein halbes Jahr nach Kauf wirklich noch kein Sondermüll, obwohl mich irgend was Nettes aus der 5er Serie schon reizen würde. Natürlich “nur” zum Stromsparen.

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